Projektaufstellung

 

 

Ein Teil des 3. Stockwerks des Collegium Anatomicum in Poznan, 6 Swiecki Straße befindet sich im Zustand in welchem der Bautrupp ihn zum Zeitpunkt der Konstruktion des Gebäudes in 1929 verlassen hat (Das Dachgeschoss über dem linken Flügel erstreckt sich über ungefähr 600 m2). Die einzige Modernisierung des Bereichs erfolgte im Jahr 2003, und bestand aus einer umfassenden Renovierung des Daches welche einen Austausch des Deckmaterials, einen Umbau der Ventilation und einen teilweisen Ersatz des Dachstuhls einbegriff. 
 
Um die Inbetriebnahme des Zentrums zu ermöglichen ist es deshalb notwendig:
 
1. Eine Anpassung der bestehenden Decke an die erwartete Last vorzunehmen (Boden und entsprechender Belag); technische Berechnungen sollen erwartungsgerecht die Frage nach der Maximallast pro 1 m2  nach der Renovation beantworten; es wird jedoch nicht angenommen, dass das schwere medizinische und bioinformatische Gerät in den neuen Räumlichkeiten des Zentrums  untergebracht werden wird;
 
2. Die notwendigen Arbeiten am Dach vorzunehmen, einbegriffen die Isolierung und das Einsetzen von Dachfenstern (u.a. zur Raumbeleuchtung). Im momentanen Zustand ist das Dachgeschoss lediglich mit einigen Dachfenstern ausgestattet. Unter den Dachziegeln befindet sich lediglich eine Schicht dampfdurchlässiger Folie und sollte deshalb mit einer Mineralwolle Schicht und Gips-Karton Verkleidung ersetzt werden, inbegriffen die notwendigen Abschlussarbeiten. 
 
3. Ganz neues Rohrwerk, Zentralheizung und elektrische Installationen einzubauen; ebenso müssen neue Räume geschaffen werden, inklusive ziehen der Innenwände und Einbau von Türen, in der Verteilung angeglichen an jene des 2. Stockwerks.
4. Lüftung/Klimatisierung und IT Netzwerk einzurichten; da trotz der isolierenden Schicht unter den Dachziegeln ein Temperaturanstieg nicht zu vermeiden ist, ist es sinnvoll Klimatisierung sowohl zum Wohlbefinden der Angestellten als auch zum Schutz der Hardware vorzusehen. 
 
Die Fertigstellung oben genannter Arbeiten ist für Ende 2009 vorgesehen. 
 
Es ist geplant, dass der Ankauf des wissenschaftlichen Geräts – welches das Rückgrat der Arbeit des zukünftigen Diagnosezentrums darstellt, zwischen 2009 und 2010 fertiggestellt sein wird.  Diese wird unter anderem durch die Inbetriebnahme eines Scanners auf dem neuesten Stand der Technik welcher die digitale Archivierung histologischer Präparate ermöglicht; ein Netzwerkunterstütztes, Teleinformations Mikroskop, eine Kamera zur Vorbereitung von Gewebemikromatrizen und kompletter histologischer Laboreinrichtung. 
 
Danach (2010), sieht das Projekt vor anzufangen Krebszellpräparate zu sammeln, sie histologisch zu präparieren und digital einzuscannen. Zeitgleich ist vorgesehen mit dem Erstellen von Gewebemikromatrizen bösartiger Tumore und ihrer nachträglichen Verteilung zu beginnen. 
Es ist vorgesehen in 2011 eine Datenbank und ein auf pathologische Telekonsultationen basierendes Krebsdatenanalyseprogramm zu entwickeln. Diese Aktivitäten werden ergänzt durch die Integration von Forschungsapplikationen mit dem Teleinformationssystem und einer Demonstration des Potentials des Systems. 
Im letzten Jahr des Projekts (2012) wird die integrierte Technologie für Telepathologische Studien mikroskopischer Präparate bösartiger Tumore zugänglich gemacht, angelehnt an die Masterdatenbank. Simulationen realistischer Telekonsultationen werden durchgeführt werden, ebenso eine Analyse diagnostischer Zuverlässigkeit spezifischer Forschungsprobleme (Benchmarking).