Über das Projekt

 

Das beschriebene Projekt ist integraler Bestandteil des sowohl in Polen als auch weltweit schnell wachsenden Bereichs der Telemedizin. Bedeutender technischer Fortschritt in den Bereichen der Kommunikationstechnologien, virtueller Mikroskopie und deren Integration in krankenhauseigenen Informationssystemen sorgt für beschleunigende Impulse zum Einfügen der Telepathologie in die täglichen Aktivitäten des Pathologen. Telepathologie, die histopathologische Ferndiagnose mittels Telekommunikationstechnologien, welche der Vereinfachung der Bildübertragung zwischen entfernten Pathologiezentren dient, wird genutzt: zu Diagnose- und Konsultationszwecken (mit der Möglichkeit der von der Entfernung ungehinderten Diskussion zwischen Pathologen und/oder Klinikern), zur Fernqualitätskontrolle (in den Relationen zwischen Pathologen und Referenzlaboratorien), zur Fortbildung, Forschung und zu Zwecken wissenschaftlicher Forschungszusammenarbeit. 
Das digitale Erfassen eines eingescannten mikroskopischen Präparats, oder zumindest eines diagnostisch substantiellen Teiles davon, in der Computerdatenbank des diagnostischen Systems ermöglicht es ein dauerhaftes, leicht zu archivierendes, digitales Präparat von hervorragender diagnostischer Qualität zu erstellen. 
 
„Archivierung“ in diesem Fall erfasst nicht nur die Möglichkeit der Bildspeicherung und ihrer Beschreibung in beliebiger digitalen Form. Archivierungssysteme sind ausgestattet mit effizienten Mechanismen, die es ermöglichen das gesuchte Material zu finden, und damit dem Personal die Aufgabe abnehmen tausende Dateien zu durchsuchen. Im Bereich der Morphologie, sind sie ebenfalls ausgestattet mit Werkzeugen die ihnen digitales Erfassen, planimetrische und morphologische Vermessungen und verschiedene statistischen Analysen ermöglichen. Digitale Archivierung ist besonders effektiv angesichts des rapide ansteigenden Datenvolumens. Sowohl die rechtlichen als auch die wissenschaftlichen Anforderungen setzen voraus, dass der größte Teil der Daten auch nach langer Zeit zugänglich ist. Die Zirkulation der digital archivierten mikroskopischen Präparate und ihrer gänzlich digital eingefügten Beschreibungen ermöglicht eine bessere Handhabung elektronischer Informationen. 
 
Virtuelle Mikroskopie, welche die rezenteste Innovation im Bereich der Telepathologie darstellt, hat die Arbeit der Pathologen in diagnostischer Praxis revolutioniert und erlaubt die Entwicklung von Fähigkeiten, Zugriff auf Informationen, Dienstleistungen, und Produkte für den Gebrauch des Pathologen. Darum gewinnen Telepathologie und die verwandten neuen Technologien flächendeckende Akzeptanz als schnelle, kosteneffiziente und leicht zugängliche Forschungswerkzeuge im Bereich der Pathologie. Die wachsende Komplexität der histopathologischen Diagnose und die Entwicklung von Subspezialisierungen, einhergehend mit der ungleichen geographischen Verteilung der Pathologen (und Experten) machen die schnelle, professionelle Telekonsultation zu einer Notwendigkeit. Dieses Projekt trägt bedeutend zu einer Verbesserung in diesen Fragen bei. 
 
Es wird angenommen, dass eines der Ergebnisse dieses Projektes sein wird, dass zwei, weltweit zugängliche, mittels eines IT Netzwerks gesteuerte, voll-automatische Forschungsmikroskope Forschern zur Verfügung gestellt werden. Jedes der Mikroskope wird mit einem Einsatz von je 50 histologischen Präparaten versehen (zur Diagnose, oder zu Trainingszwecken), und externe Nutzer können Zugriff auf das System haben. Bei der ersten Verbindung werden Identifikationsdaten abgefragt, und für jede weitere Verbindung muss ein Benutzername und ein Kennwort eingegeben werden, welche bei der Registrierung zugestellt werden. Das System wird sowohl zeitgleiche und unabhängige Handhabung beider Mikroskope, als auch zeitgleiche Verbindung von 3 Nutzern zwecks Tele- oder Videokonferenz ermöglichen. 
 
Die potenziellen Nutzer des Systems sind unter anderem folgende:
  • Mediziner im Fachbereich Pathologie (Angestellte kommerziell geführter Praxen einbegriffen),
  •  Histologen,
  • Studierende Medizinischer, Zahnmedizinischer und medizinisch-pharmakologischen Fakultäten von Medizinischen Universitäten und Schulen in Polen,
  • Forscher, welche Lehrmaterial, Artikel oder Arbeiten vorbereiten, etc.

 

Der zweite Bestandteil des Systems wird aus einer Zentralen Datenbank eingescannter histologischen Präparate bestehen, welche sowohl normale histologischen Bilder von Organen zeigen, als auch seltene und ungewöhnliche Läsionen wie beispielsweise Tumore. Der Zugang zum virtuellen System ist vergleichbar mit dem zuvor beschriebenen, jedoch mit dem Unterschied, dass zeitgleich bis zu 20 Nutzer auf die Datenbank zugreifen können. 
 
Die potentiellen Nutzer des Systems sind unter anderem folgende:
  • Mediziner unterschiedlicher Fachbereiche welche morphologisches Grundwissen von Erkrankungseinheiten bedürfen (Fortbildungszweck, Vergleich, Zugriff auf Virtuellen Atlas)
  • Histologen und Anatomen
  • Studierende aller Universitätsfakultäten aus den Bereichen Biologie und Medizin
  • Akademiker

 

Der dritte Bestandteil des Systems ist eine zentrale Aufbewahrungsstelle für Gewebemikromatrizen. Diese Mikromatrizen werden kostenfrei im polnischen Wissenschaftsbereich verteilt.  Die Matrizen sind zur Zeit eines der wichtigsten Forschungswerkzeuge in der Differenzialdiagnosis und im Vergleich der Läsionen in einer Reihe medizinischer Fachbereiche, Morphologie und Pathologie einbegriffen. Eine einzelne Mikromatrix soll mindestens 100 einzelne Gewebeproben enthalten, mit einem Durchmesser von je 1 mm pro Präparat. 
 
Die Zielgruppe für dieses System besteht aus:
  • Pathologen
  • Forschern

 

 

(Quelle der Informationen: Internetpräsenz des Ministeriums für Wissenschaft und Höhere Bildung)
 
Innovatives Wirtschaftsprogramm- was ist das?
 
Das innovative Wirtschaftsprogramm 2007-2013 ist eines der Instrumente welche der Implementierung des Nationalen Strategischen Referenzrahmenprogramms 2007-2013 dienen (NSRR). Das Hauptziel des Programms besteht darin die polnische Wirtschaft mittels innovativer Unternehmen aufzubauen. Dieses Ziel ist verbunden mit den Zielen die mittelfristig in der  2005 erneuerten Lissabon Strategie festgehalten sind. Die Hauptprioritäten der Lissabon Strategie sind wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplatzschaffung, welche in Einhaltung der Zielsetzung nachhaltiger Entwicklung und der Strategie Richtlinien der Union zu erreichen sind. Das IWP wurde in langen Verhandlungen mit der Europäischen Kommission und in Konsultationen der Öffentlichkeit thematisiert. Am 2 Oktober 2007 hat Danuta Hübner, Europa Kommissarin für Regionalpolitik, die Kommissionsentscheidung unterschrieben, welche dem IWP zustimmt. Am 30 Oktober 2007 hat der Ministerrat mittels einer Resolution das IWP angenommen. 
 
Ziele des IWP
 
Das Hauptziel des IWP ist es die polnische Wirtschaft mittels innovativer Unternehmen aufzubauen. Dies soll durch die Umsetzung folgender detaillierten Ziele erfolgen:
  • Unternehmen innovativer zu gestalten
  • Die Wettbewerbsfähigkeit  der Polnischen Wissenschaft zu verbessern
  • Die Rolle der Wissenschaft in Wirtschaftlicher Entwicklung verbessern
  • Den internationalen Marktanteil innovativer Produkte der Polnischen Wirtschaft erhöhen
  • Die Schaffung von besseren und dauerhafteren Arbeitsplätzen
  • Die Erhöhung der wirtschaftlichen Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien
EREF Subvention unter dem IWP
 
Das IWP unterstützt hochinnovative Projekte mit bedeutender Wirkung auf die nationale Wirtschaft. Das IWP soll innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten von Unternehmern umfassende Unterstützung bieten, damit diese sowohl im Europäischen Binnenmarkt, als auch auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähiger werden, womit dauerhaftere und bessere Arbeitsplätze in innovativen Unternehmen geschafft werden. Der Forschungsbereich, welcher der Verbesserung von Innovativität und Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Wirtschaft zuträglich ist , wird ebenfalls davon profitieren, da das Programm Forschung, welche wegbereitende Technologien für Unternehmen schafft, subventionieren wird. 
 
Um die Entwicklung, Übertragung, und Umsetzung neuer technologischer und organisatorischer Lösungen durch Unternehmer zu vereinfachen, wird das Programm Initiativen unterstützen, welche den Unternehmensbereich betreffen, besonders jene, welche von supraregionaler Bedeutung sind. Unterstützung wird ebenfalls Institutionen zukommen, welche eine Schlüsselposition in der gesamten Wirtschaft einnehmen, und welche in die Förderung der Unternehmensinnovation und des Unternehmertums eingebunden sind, beispielsweise Netzwerke solcher Institutionen, bedeutende Innovationszentren und Institutionen, welche Kapitalzuschüsse für die Umsetzung innovativer Projekte anbieten.
 
Diese Maßnahmen werden in neun Prioritäten des IWP umgesetzt. Die folgenden Bereiche sollen in diesen Prioritätspunkten unterstützt werden:  Forschung die innovative Lösungen bieten kann; Bedingungen für die Entwicklung innovativer Forschung und die Zusammenarbeit zwischen Forschung- und Geschäftsbereich; Unternehmen mit dem Potential zur Kommerzialisierung innovativer Lösungen; Unternehmen mit innovativen Projektkonzepten; Förderung polnischer Produkte und Unternehmen mit Potential auf globalen Märkten; Umsetzung von IT Lösungen in Wirtschaft und Verwaltung. 
 
IWP Prioritätspunkte:
  • Prioritätsachse 1- Forschung und Entwicklung neuer Technologien
  • Prioritätsachse 2- Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur
  • Prioritätsachse 3- Innovationskapital
  • Prioritätsachse 4- Investition in innovative Unternehmen
  • Prioritätsachse 5- Diffusion der Innovation
  • Prioritätsachse 6- Polnische Wirtschaft auf dem internationalen Markt
  • Prioritätsachse 7- Informationsgesellschaft- Entwicklung elektronischer Verwaltung
  • Prioritätsachse 8- Informationsgesellschaft- erweiterte Innovation im Bereich der Wirtschaft
  • Prioritätsachse 9- Technischer Beistand

 

Aus welchen Quellen wird das IWP finanziert?
 
Das IWP wird aus EU Fonds (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung – 85%) und nationalen Fonds (Staatsbudget und Budget selbstverwaltender Einheiten- 15 %) finanziert. 
 
Der Betrag für das gesamte Projekt beläuft sich auf geschätzte 9 711 Milliarden Euro; wovon Prioritätsachsen 1 „Forschung und Entwicklung neuer Technologien“ und 2 „Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur“ mit jeweils 1,3 Milliarden unterstützt werden. 
 
Institutionen
 
Das Ministerium für Regionale Entwicklung ist die verwaltende Behörde des IWP (VB). Zusätzlich zur VB, sind im institutionellen Rahmenwerk die folgenden Mittelsgremien (MG) einbegriffen:
  • Wirtschaftsministerium- MG für Prioritätsachsen 3,4,5 und 6
  • Ministerium für Wissenschaft und höhere Bildung- MG für Prioritätsachsen 1 und 2
  • Innen- und Verwaltungsministerium- MG für Prioritätsachsen 7 und 8

Die oben genannten Institutionen werden für die Umsetzung der entsprechenden Prioritäten des IWP zuständig sein. Für weitere Informationen, sind Sie herzlich eingeladen sich mit dem IWP 2007-2013 und der ausführlichen Beschreibung der Prioritäten des IWP vertraut zu machen.